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Ein Fenster inmitten der Welt


Waehrend eines Aufenthalts in der Schweiz entdeckte der japanische Kuenstler Jun Azumatei ein Material, das seine Malerei seither begleitet, alte Damastbettwaesche.

Jun Azumatei sammelt sie in Second Hand Laeden und spannt sie wie kostbare Preziosen auf Keilrahmen, um sie dann in feinen Schichtungen malerisch zu ueberarbeiten. Die gewobenen Muster werden kommentiert und die in Gebrauchsspuren gespeicherten Erinnerungen mit neuen Codes ueberschrieben.

Damast mit seinen weiss in weiss eingwobenen Mustern ist in Europa als Bett- und Tischwaesche weit verbreitet. Urspruenglich entwickelt wurde diese Webtechnik jedoch in Ostasien und gelangte im Mittelalter ueber die Seidenstrasse nach Europa. Dort wurde im 18. Jahrhundert der Lochkartenwebstuhl entwickelt, welcher die Grundlagen fuer digitale Programmierung schuf. Denn die eingewobenen Muster sind die ersten digitalen Bilder. Das Wort Damast zeugt von einer der vielen Zwischenstationen dieses globalen Kulturtransfers, es bedeutet so viel wie: aus der Syrischen Stadt Damaskus.

Wenn Jun Azumatei europaesche Damastbettwaesche zu Kunstwerken transformiert zurueck nach Japan traegt, schliesst er einen Kreis in einem grossen weltumspannenden Muster.

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During a residency in Switzerland the Japanese artist Jun Azumatei discovered a material, which he is integrating in his work since then; damask bedclothes he finds in second hand shops. He is using it as canvas overwriting the woven structure with thin layers of painting or drawing.

Damask bedclothes with white in white woven patterns are wide spread in the European context, not so in Japan.

But the technique of weaving damask originates in East Asia and came to Europe by the Silk Route in Medieval Age. The development of the punchcard loom in 18th century in France represents a starting point in the development of digital programming. The woven patterns are the first digital images and the term damask refers to one of the stopovers in this global cultural transfer, Damascus in Syria.

Taking European damask sheets transformed into artwork back to Japan Jun Azumatei is closing one circle in a huge worldwide pattern of cultural exchanges.